Erasmus„The Well-Being Code“ in Stockholm

6. September 2026

Vom 20. bis 25. Juli 2026 nahm Frau Stosch in Stockholm an der Fortbildung „The Well-Being Code: Energy Tools and Mind-Body Activities for Self-Care“ teil. Im Mittelpunkt standen Meditation, Atemübungen, Dankbarkeit, Reflexion, Musik sowie Methoden zur Stressregulation und emotionalen Selbstfürsorge. Ein Schwerpunkt war die Frage, wie Wohlbefinden im Klassenraum gefördert werden kann.
Für Frau Stosch wurde dabei besonders deutlich, wie relevant diese Inhalte für den Schulalltag sind. Kinder erleben den Schultag häufig als herausfordernd und können durch Unterricht, Leistungsanforderungen, soziale Situationen und den Wechsel zwischen verschiedenen Anforderungen unter Stress geraten. Die Fortbildung bot hierfür konkrete Ideen, um Kinder bei der Selbstregulation zu unterstützen. Atemübungen, kurze Momente der Stille und Meditation können helfen, zur Ruhe zu kommen, den eigenen Körper bewusster wahrzunehmen und anschließend wieder konzentrierter zu arbeiten. Auch Dankbarkeit und Reflexion können Kindern helfen, positive Erlebnisse wahrzunehmen und ihre eigenen Gefühle besser einzuordnen.


Besonders wertvoll ist dabei der Ansatz, Wohlbefinden nicht als zusätzlichen Programmpunkt zu verstehen, sondern als Teil des täglichen Miteinanders. Die Fortbildung zeigt Möglichkeiten auf, wie eine gemeinsame Sprache für Gefühle und Wohlbefinden im Klassenraum entstehen kann. So können Kinder zunehmend lernen, eigene Anspannung wahrzunehmen, Bedürfnisse auszudrücken und passende Strategien zur Regulation zu nutzen.
Eine schwedische Tradition kann für die SchülerInnen die tägliche gemeinsame Auszeit“Fika” sein: die Selbstverständlichkeit, sich Zeit für Begegnung, Gespräch und bewusstes Innehalten zu nehmen. Gerade darin liegt eine schöne Ergänzung zu den Fortbildungsinhalten, denn Wohlbefinden entsteht nicht nur durch Methoden, sondern auch durch eine Kultur, in der Menschen füreinander Zeit haben.

Lynn Stosch